Richtfunk (WLAN)-Strecke zu DB0VIP

Relaisstationen, insbesondere digitale und vernetzte Standorte, erfordern eine sichere und schnelle Internetanbindung. Anfänglich verwendeten wir am Standort einen industriellen LTE-Router, RUT955 vom Hersteller Teltonika, da vor Ort keine Infrasrtuktur vorhanden ist. Der Router lief vier Monate ohne jegliche Ausfälle oder Störungen. Im Außenbereich installieren wir zwei kleine Magnetfußantennen für die Mobilfunkkommunikation. Im Gebäude selbst haben wir zwei WLAN-Antennen montiert.
Für den reinen DMR-Repeater-Betrieb ist eine Internetanbindung per Mobilfunk ausreichend. Sollen nun aber weitere Dienste hinzukommen, dann ergibt sich das Problem mit dem begrenzten Datenvolumen. Nun sollte am Standort auch ein Windowsrechner im Betrieb gestellt werden, der in gewissen Abständen automatisch Updates herunterlädt und damit wird das Datenvolumen sehr schnell aufgebraucht. Eine „echte“ Flatrate ist recht kostenintensiv – es musste nun eine andere Lösung her, da weitere Dienste bei DB0VIP folgen.

Erster Probeaufbau
06.10.2021 – 17 Uhr

Für eine stabile und datenvolumenunabhängige Internetanbindung entschieden wir uns für ein Richtfunksystem von Ubiquiti – PowerBeam AC Gen 2. Erste Tests verliefen vielversprechend. Mit einem Stativ auf dem Garagendach am Heimmat-QTH und dem selben Aufbau auf einer Rampe am Repeaterstandort erreichten wir schon Datendurchsätze von 10 Mbit/s. Diese tolle Ergebnis schrie nach mehr – und so kam es dann dann auch. Weiter unten geht‘s weiter…

Und nun geht‘s richtig los
23.12.2021 – 16 Uhr.

Bei 2° C Außentemperatur, Dunkelheit, kaltem Wind und schließlich einsetzendem Schneetreiben kletterte Jan, DG6IBT zuerst an unserem Antennemast zuhause und installierte eine der beiden Richtantennen. Die Ausrichtung erfolgte auf Sicht. Dann fuhren wir rüber zum Repeaterstandort und nun ging es auf unseren Turm hinauf. In ca. 20 m Höhe installierte Jan die zweite Richtantenne. Mithilfe der wunderbaren App, konnten wir die Antenne recht schnell ausrichten. Und weil er schon auf halben Weg war, nahm er gleich auch noch das LoRaWAN Mikrotik-Gateway mit auf die Spitze. Das Netzwerkkabel stöpselten wir schon vorher an. Die Versorgungsspannung hierfür erfolgt über PoE.
Übrigens, die Entfernung zwischen beiden Richtantennen beträgt ziemlich genau 300 m, also keine besonders große Strecke. Der gemessenen Datendurchsatz beträgt nun 150 Mbit/s, bei einer Latenz von 2 ms. Das sollte reichen 😉

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *